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Die Einsamkeit der Geisterstädte

June 08, 2009 By: romeblogger Category: Rom

Vom Lärm und Chaos bis hin zur Stille und absoluten Trostlosigkeit. Vor langer Zeit waren die Städte, die heutzutage komplett ausgestorben sind, die Hochburgen des Alltagslebens vieler Menschen. Ein kontinuierliches Kommen und Gehen von Menschen, Autos und der ständige Lärm waren Zeugen von einer Zeit, die von einem Tag auf den anderen auf einmal aufhörte: Schluss aus vorbei! Diese Städte wurden komplett verlassen, sie sind wie ausgestorben.

craco-italy

Die Geisterstädte verbreiten sich ganz heimlich auf der ganzen Welt: angefangen bei den USA, bis hin zur Ukraine, Frankreich, Japan, Spanien oder Italien….Warum diese Städte verlassen wurden, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Jedoch sind in vielen Fällen eine unmögliche Architektur, Atomunfälle, Naturkatastrophen, Kriege oder Krisenzeiten dafür verantwortlich, dass diese Städte komplett wie von Geisterhand ausgestorben sind.

Eine der Geisterstädte ist z.B. Shan Zhi im Norden Taiwans. Die Stadt, die sich eigentlich in eine Luxus-Touristenhochburg verwandeln sollte, wurde letztendlich zu einer Geisterstadt mit ungewöhnlichen Formen. Die Stadt besteht aus einem riesigen Komplex mit runden Parzellen aus Glas und Beton, die jedoch nicht fertig konstruiert wurden, da die Architektin bei den Bauarbeiten Bankrott gegangen ist, aufgrund von der hohen Unfallquote vieler ihrer Arbeiter während den ersten Wochen der Konstruktion. Dieses führte dazu, dass dieser Ort eine Art Mausoleum in Gedenken der verstorbenen Arbeiter geworden ist. Aus diesem Grund hat sich bis jetzt noch kein anderer Architekt dazu getraut, aus diesem Komplex etwas neues zu kreieren. Es wird gesagt, dass in dieser Stadt die bösen Geister der verstorbenen Arbeiter leben.

Eine andere faszinierende Geschichte verbirgt sich in der mittelalterlichen Stadt Craco, in Italien auch bekannt unter dem Namen “Cittá Fantasma”, die Geisterstadt. Im Süden Italiens gelegen wurde Craco in den 70er Jahren aufgrund von Erdrutschen evakuiert. Die Stadt liegt auf einem 400 Meter hohen Hügel aus Sand und Ton und ist daher sehr anfällig gegenüber Erdbeben und Erdrutschen. Das Mittelalterliche Ambiente und die alten Ruinen der Stadt waren schon sehr oft Drehorte für zahlreiche Filme, wie z.B. “Die Passion Christi” von Mel Gibson. Die vielen kleinen Strassen, halbzerstörten Häuser, Schlösser und sogar eine Kirchen verleihen der Stadt einen wirklichen gespenstigen Hauch. Einfach eine wunderschöne, verwüstete und trostlose Landschaft.

Die wahrscheinlich schrecklichste Geschichte verbirgt sich in der Geisterstadt Pripyat in der Region Tschernobyl. Am 26. Mai 1986 passierte dort das schlimmste Atomunglück aller Zeiten. Die Explosion des Reaktor Blocks 4 des Kernkraftwerks führte zu einer 500 mal höheren Strahlung als die Atombombe von Hiroshima. Nach dem Unglück war die Stadt so stark verseucht und verstrahlt, so dass sie unmittelbar evakuiert werden musste. In der Tat wird gesagt, dass erst Jahrhunderte vergehen müssen, damit die Stadt wieder bewohnt werden kann.

Als ob es sich um Scherze handeln würde, sind noch heute Plakate auf den Strassen der Stadt zu sehen auf denen z.B. steht “Die Bäume sind die Lungen unserer Erde”, “Wir müssen die Bäume vor Feuer schützen”, “Gesundheit der Arbeiter von Tschernobyl”, so als ob nichts geschehen wäre und die Stadt sich in ihrer Blütezeit befinde würde. In den 70er Jahren lebten ca 47.000 Einwohner in der jungen, avantgardistischen und architektonischen modernen Stadt Pripyat, die nun komplett leer und ausgestorben ist. Wer weiß, ob selbst die Bäume geflüchtet wären, wenn es ihnen ihre Wurzeln erlaubt hätten… Wollten Sie schon immer mal da hin? Mieten Sie die besten Ferienwohnungen in Rom und besuchen Sie Craco. Ein einzigartiges Erlebnis!

2 Comments to “Die Einsamkeit der Geisterstädte”


  1. Urlaubs- Beatrice says:

    Wirklich informativer Bericht. Unser Urlaub wird im Juli auch traumhaft werden. Ich fahre mit meiner Freundin dieses mal nach Spanien. Unser schönster Urlaub war bis jetzt im Jahr 2003 in Samoa, er war einfach phantastisch. Urlaubsreife Grüße

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  2. Beste Grüße und besucht doch auch mal meine Ferienwohnung

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