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Edward Hopper in Rom

June 03, 2010 By: romeblogger Category: Rom

Die zerstörerische Wucht der Finanzkrise hat auch in großem Maße den Kunstmarkt getroffen, und hier singt die öffentliche Meinung im Unisono und mit einer gewissen Genugtuung das Lied vom Ende einer hedonistischen und einer verschwenderischen Ära. Schon seit einigen Jahren werden mit die astronomischen Ausmaße, die die Preise auf dem Kunstmarkt angenommen haben, mit Argwohn betrachtet. Und dies gilt nicht nur für konsekrierte Klassiker der modernen Kunst, sondern ebenso für die Werke junger zeitgenössischer Künstler, die in weniger als zehn Jahren Millionen verdient haben und mittlerweile wie Rockstars gefeiert werden.

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Viele Kritiker – unter ihnen beispielsweise der australische Kunstkritiker Robert Hughes, fassen sich angesichts der Tendenz, in der Kunst in den letzten Jahren zu beobachten ist, die Hände an den Kopf. Denn es scheint so als ob die Preise der Werke und die Anzahl der Stars, die sich auf den Ausstellungseröffnungen tummeln wichtiger geworden sind, als die tatsächliche künstlerische Leistung.

Die Kunstwelt ändert sich, und auch die Museen müssen auf diese neue Tendenz einstellen, dessen Richtung jetzt noch nicht genau abschätzbar ist. Die Kulturetats, die den Museen bis zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Autonomie verliehen und es ihnen ermöglichten Kunst anzukaufen und sich ihrer Arbeit als kulturelle Institution zu widmen, werden immer mehr gekürzt. So dass sich die Museen jetzt gezwungen sehen ein Massenpublikum anzuziehen, um die finanziellen Kürzungen auszubalancieren, und dies bedeutet, dass sie es sich nicht leisten können unrentable Ausstellungen zu zeigen. Und so hat man in den letzten Jahren beobachten können, wie sich eine Blockbuster Ausstellung an die nächste reiht, in der vornehmlich die Klassiker der Moderne, hauptsächlich ihre figurativen Exponate, gezeigt werden, die universell anerkannt sind und die beim Museumsbesucher keine Reuegefühle hervorrufen wird, wenn er an der Kasse schönes Geld für den Eintritt hinterlässt. Er wollte sowieso nur sein Gewissen rein waschen, damit es nachher nicht heißt, dass er den Urlaub nur mit Shopping verbracht hat.

In dieser Linie hat nun das Museo del Corso in Rom letzten Februar eine Ausstellung, die Edward Hopper, einem der wichtigsten – und anerkannten – amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts, gewidmet ist, eröffnet. Wir halten dich dazu an in deinem Urlaub diese wichtige Ausstellung zu besuchen, die noch bis zum 13. Juni anläuft, aber vergiss’ nicht, dass es trotz allem noch junge Galerien gibt, die interessante, gewagte und vor allem frische Kunst zeigen. Um nach einem Kulturmarathon durch die Stadt auszuruhen, miete Appartments in Rom.

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