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Die Kunst der Verschönerung

March 26, 2010 By: romeblogger Category: Rom

Kunst und Schönheit gehörten schon seit Ewigkeiten zusammen. Manchmal handelt es sich ausschließlich davon etwas wiederzuspiegeln, was von der Gesellschaft als schön empfunden wird, oder, auf der anderen Seite, geht es darum etwas zu verschönern, was vorher nicht als schön angesehen wird.
Schönheit kann etwas zu Einfaches sein, ohne Ausdruck, etwas was nur zur Betrachtung dient und danach schon wieder vergessen wird. Die Jugend wurde schon immer in Zusammenhang mit der Schönheit gebracht: mehr oder weniger schlanke Körper, straffe Haut, strahlende Augen voller Hoffnung, Naivität, Unwissenheit der Welt… Gerade das Thema der Jugend diente schon vielen Künstlern als Inspiration, wobei das Altern nicht so in den Vordergrund bei der künstlerischen Kreation stand.

john-coplans

Es ist immer wieder bewundernswert von all den jungen Genies zu erfahren, die schon im jungen Alter großartige Meisterwerke kreierten und früh starben. Es scheint so, als ob Künstler im fortgeschrittenen Alter, Frucht der Reife und der erlangten Erkenntnisse des Lebens, nicht so attraktiv wirken, wenn sie ähnliche großartige Meisterwerke erschaffen, genau wie Kurt Cobain oder Francesca Woodman damals.

Mit seinen siebzig Jahren begann John Coplans (im Jahre 2003 verstorben), bereits von seiner ehemaligen Arbeit als Fotografie- und Kunstkritiker zurückgezogen, seinen eigenen Körper zu fotografieren. Ein älter gewordener Körper, der die abgemagerte Haut, Falten und altersschwachen Intimbereiche offen preisgibt. Die Vergegenständlichung eines Körpers, seines Körpers, der schon von alleine alles sagt und verdeutlicht. Außer den Betrachter zunächst zu provozieren, werden mit diesen Fotos seine Erfahrungen und sein Zusammenleben präsentiert: sein eigener Schutzpanzer, dieser Teil seines inneren Ichs, welcher Jahre zuvor Frucht des Narzissmus und der Selbstgefälligkeit darstellte.

Im Gegensatz zu den meisten Fotografen, die schöne Körper dazu verwenden, um mehr oder weniger tiefgründige Ideen zu übermitteln, zeigt uns John Coplans nackte Tatsachen, ohne sich dabei selber als Person darzustellen. Er verwendet den Körper wie eine Skulptur, wie es ein Grieche machen würde, zeigt aber das Gegenteil der Vorstellungen der heutigen Gesellschaft, die nur an „schöne und perfekte Körper“ und strahlende Lächeln aus der Werbung gewöhnt sind.

Genauso wie sich bei den Fotografien vom nackten Körper Coplans die Spuren der Zeit entdecken lassen, zeigt Ihnen auch die atemberaubende Hauptstadt des römischen Reiches ihre Vergangenheit. Mieten Sie sich die Appartments in Rom und verfolgen Sie die Spuren der Zeit auf der Haut Ihres Partners oder auf den Gemäuern des Kolosseums.

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