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Marisa Merz im MAXXI Museum

February 17, 2012 By: romeblogger Category: Uncategorized

2012 kann man das ganze Jahr über im MAXXI Museum in Rom die Ausstellung „Übrigens“ der italienischen Konzeptkünstlerin Marisa Merz, Gewinnerin der Biennale von Venedig 2001, und anderen zeitgenössischen Künstlern begutachten.  Anhand dieses Werkes sucht das kuratorische Departement des MAXXI die zeitgenössische Kunst der 90er Jahre zu untersuchen, sowie den Einfluss älterer Künstlergenerationen auf diese.

marisa <b>merz</b> rom

In einer der Installationen (Senza titulo) benutzt Merz familiäre Materialien, die der weiblichen Sphäre angehören, was auch ein Zeichen ihrer Arbeiten ist. Dafür nimmt sie die Plastizität des Tons, die Dehnbarkeit des Kupfers, und die Vergänglichkeit des Papiers, alles warme Materialien, die eine Idee des Weiblichen, des Zuhauses und des Schutzes konformieren.

Dieser ist der Charakter den die Künstlerin ihrem Werk imprägniert und den das MAXXI als Ausgangspunkt für seine Untersuchung genommen hat.

Marisa Merz wurde 1931 in Turin, Italien geboren. Ihre Arbeit wurde vom Arte Povera beeinflusst, eine Strömung die 1967 in Turin entsteht und die italienische Avantgarde dominierte. Sie zeichnete sich über den Gebrauch von simplen Materialien aus, die eine Abkehr von traditioneller Kunst signalisierte, die Materialien wie Bronze, Marmor usw. benutzte. Das Kunstwerk musste nicht für ewig bestehen, sondern wurde im Gegenteil mit etwas Vergänglichem assoziiert.

Die Werke von Merz werden von dieser These unterstützt, weshalb sie einfache Alltagsgegenstände als Ausgangsmatieralien nutzt, die mit dem Weiblichen in Verbindung gebracht werden, wie beispielsweise Textilien. Der Stoff dient auch dazu das Territorium der weiblichen Kunst zu markieren in Abkehr an die männlich dominierte Welt. Ihre Kunst beinhaltet eine radikalte Kritik an die Gesellschaft, weil sie mit der Beziehung zu Textilien oder der Handwerksarbeit und der weiblichen Häuslichkeit bricht, um die Abstraktionen der Kunst selbst auszudrücken.

Ihre Kunst spiegelt ihr Leben wieder, und so fand man ihren Feminismus in all ihren Werken wieder. Ihre Kreationen zeichnen sich durch Kurven und harmonische Formen aus, die aber immer von kleinen Fehlern durchsetzt ist.

Ihr Werk besteht aus Zeichnungen und Skulpturen, die ihre komplexe Gedankenwelt widerspiegeln.

Es ist vor allem die existenzielle Dimension, die ihre Arbeit von anderen Arte Povera Künstlern unterscheidet und die sie an jüngere Generationen anbindet, wie Ketty La Roca, Paola Pivi, Claudia Losi, Rosa Barba, Kara Walker, Elisabetta Benassi unter vielen anderen.

Mehr Information: http://www.fondazionemaxxi.it/2012/01/26/maxxi-artecollezione-a-proposito-di-marisa-merz/

Nancy Guzman Only-apartments AuthorNancy Guzman

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